Geschichte

In der Nacht des 13. August 1961 wird Berlin durch Stacheldraht geteilt. Zwei Tage später beginnt der Bau der Mauer mit Betonplatten und Zementsteinen. Aus einer Sektorengrenze wird eine nahezu unüberwindbare Grenzsperranlage.

Die ersten Wachtürme sind Holzkonstruktionen, die keinen Schutz bieten. Aus massiven Betonfertigteilen werden ab 1966 Wachtürme mit rundem Schaft und Turmkanzel errichtet. Später kommen Kommando- und Führungsstellen mit quadratischem Grundriss dazu. Davon sind zwei erhalten.
Der Beobachtungsturm BT6 in der Erna-Berger-Straße besteht aus sechs Ringen und wird um 1971 errichtet. Das Schussfeld reicht in den Tiergarten und weit nach Norden Richtung Brandenburger Tor. Der Turm ist rund um die Uhr mit zwei Grenzern besetzt. Es gilt strikter Schießbefehl. Später dient er auch der Überwachung des Geländes am Haus der Ministerien. Über 200 dieser Türme gab es an der Berliner Grenze. Dieser ist der letzte der frühen Bauart.

2001 wird der Grenzwachturm unter Denkmalschutz gestellt. Danach gerät er in Vergessenheit und verfällt.

DDR Grenzwachturm vor der Renovierung